|
Home
Jahrgang
Bestellschein
AGB
SKE Intern
Presse
Weinwissen
Erlach
Kontakte
Impressum
WebM@ster
All rights by
RoliVision
CreativProduction
®© 2001
|
|
Internet
14. März 2006
«Klick» statt «Plopp» so oft man will
Premiere gestern in
Erlach. Neugierig bis skeptisch beäugten die Winzerkollegen,
wie Beat Giauque und Hubert Louis Glas statt Kork auf ihre Flaschen stopften.
bs. Die Zeiten, als
man Korken mühsam aus der Flasche drehte und ein lautes «Plopp»
den Erfolg vermeldete, könnten bald vorbei sein. Nicht Schraubverschlüsse aus
Aluminium oder Kunststoffpfropfen sind die Lösung, sondern der gute alte
Glasbouchon,
der früher handgeschliffen präzis in den Flaschenhals passte.
Die Idee stammt von
einem Arzt, der dank seiner Medizinflaschen auf die Idee kam.
Vermarktet wird sie seit rund zwei Jahren von der Firma Alcoa im deutschen
Worms.
Brigitte Frings und Nora Ernst reisten gestern nach Erlach, um den Glasstopfen,
genannt Vino-Lok, erstmals offiziell in der Schweiz vorzustellen.
Beat Giauque vom Schlosskeller und Hubert Louis vom Rebgut der Stadt Bern in
Neuenstadt
stiessen letztes Jahr an der Agrovina in Martigny auf die Glasstopfen und
entschlossen sich
einen Versuch zu wagen. Je 1000 Flaschen, Giauque Pinot Noir und Louis Chasselas,
füllten sie gestern unter den Augen vieler neugieriger Winzerkollegen vom
Bielersee ab.
Skeptisch und dennoch fasziniert begutachteten diese den kaum drei Zentimeter
langen
Glaszapfen aus
dreimal feuergehärtetem
durchsichtigem Glas. Ein Dichtungsring aus
Kunststoff bringt den Zapfen zum Halten und macht, statt «Plopp» wie der Korken,
«Klick»
beim Öffnen. Mit dem Glaszapfen ist die
Flasche
jederzeit
wieder verschliessbar, was
zu Hause genauso praktisch ist wie im Restaurant. Voraussetzung ist eine
spezielle Flasche,
mit massgeblasenem Flaschenhals, die Alcoa-Partner Vetropack in St-Prex
herstellt.
«Natürlich rentiert das noch nicht», sagt Verkaufsleiter Rolf Gyr, «aber man
muss innovativ sein.»
Mit von der Partie ist auch Kurt Nussbaumer von der Firma Cava-Tec aus Dornach,
der die Maschine verleiht, die abschliessend eine Aluminiumkappe mit 200 Kilo
Druck
auf den Glasstopfen setzt.
Das Vin-Lok-System kostet 60 Rappen, etwa gleich viel wie ein herkömmlicher
Korken.
Der Drehverschluss ist mit 10 Rappen dagegen wesentlich billiger.
Louis, der 98 Prozent seiner Flaschen mit Drehverschluss abfüllt, sieht im
Glasstopfen
eine Alternative, Kunden anzusprechen, die sich mit dem Drehverschluss nicht
anfreunden können.
Jetzt gelte es aber abzuwarten, wie sich der Wein unter dem dichten Glasstopfen
entwickle.
«Zapfen» wird er jedenfalls nicht haben. Ob sich Vino-Lok durchsetzt und Giauque
und Louis definitiv
ins Geschäft einsteigen, werden ihre Kunden entscheiden.
|
|